Risiken & Komplikationen: Warum gute Blutzuckerkontrolle wichtig ist
Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann Blutgefäße und Nerven schädigen. Zu den möglichen Folgeerkrankungen zählen unter anderem:
Diese Komplikationen entstehen meist über Jahre. Eine gute Blutzuckereinstellung, regelmäßige Kontrollen und die Behandlung weiterer Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder erhöhter Cholesterinwerte sind zentrale Bestandteile der Diabetesversorgung.
Prävention & Risikofaktoren: Wie Sie Typ-2-Diabetes vorbeugen können
Zu den wichtigsten Risikofaktoren für einen Typ-2-Diabetes gehören Übergewicht, Bewegungsmangel und eine familiäre Vorbelastung. Auch Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und zunehmendes Lebensalter spielen eine Rolle.
Viele dieser Faktoren lassen sich positiv beeinflussen. Leitlinien empfehlen insbesondere:
Schon moderate Veränderungen im Alltag können das Risiko deutlich senken oder den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen.
Diagnose und Tests: was bedeuten die Untersuchungen?
Die Diagnose eines Diabetes erfolgt über Blutuntersuchungen. Zu den wichtigsten Tests zählen:
Getestet wird bei typischen Symptomen, im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen oder bei Vorliegen von Risikofaktoren. Ihr Hausarzt, oder Ihre Hausärztin oder Ihr behandelnder Diabetologe bzw. Ihre Diabetologin bespricht die Ergebnisse mit Ihnen und erklärt, welche Bedeutung die Werte für Ihre Gesundheit haben.
Behandlung & Selbstmanagement
Die Behandlung des Diabetes richtet sich nach der Diabetesform, dem Krankheitsstadium und individuellen Faktoren. Grundpfeiler der Therapie sind:
Ein wichtiger Bestandteil ist das Selbstmanagement: Dazu gehören regelmäßige Blutzuckermessungen, das Führen eines Tagebuchs und – wenn gewünscht – die Nutzung digitaler Hilfsmittel. Ziel ist es, den Alltag möglichst selbstbestimmt und sicher zu gestalten.
Mehr Tipps und individuelle Empfehlungen erhalten Sie im persönlichen Gespräch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarztin unserer Praxis.
Unser Tipp: Wie messe ich meinen Blutzucker richtig?
Für zuverlässige Blutzuckerwerte ist die richtige Messung wichtig. Waschen Sie sich vor der Messung die Hände mit warmem Wasser und trocknen Sie sie gut ab – Zuckerrückstände an den Fingern können das Ergebnis verfälschen. Stechen Sie seitlich in die Fingerkuppe und nicht direkt in die Mitte, das ist meist weniger schmerzhaft.
Messen Sie den Blutzucker zu den mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt vereinbarten Zeiten, zum Beispiel nüchtern am Morgen oder vor und nach den Mahlzeiten. Notieren Sie die Werte oder speichern Sie sie im Messgerät oder in einer App. Bringen Sie die Aufzeichnungen zu Ihren Kontrollterminen mit – sie helfen uns, Ihre Therapie optimal anzupassen. Sollten Sie fragen zur richtigen Messung haben, stehen wir Ihnen gerne in unserer Sprechstunde oder falls möglich im Rahmen einer Diabetesschulung zur Seite!